500 Jahre Reformation in Hessen
Landgraf Philipp und die Homberger Synode 1526
Trotz Kirchenbann, Reichsacht und Verbot seiner Schriften durch den Wormser Reichstag 1521 erreichten Luthers Gedanken zu einer Kirchenreform dank des Buchdrucks immer breitere Bevölkerungsschichten.
Der junge Landgraf Philipp von Hessen wandelte sich damals vom Gegner zum vorsichtigen Beobachter und dann zum entschiedenen Anhänger und Protagonisten der Reformation. Bestärkt durch das Ergebnis der Synode von Homberg/Efze 1526, begann Philipp in seinem Land mit der Einführung der Reformation. Der dabei beschrittene synodale Weg, die gemeinsame Entscheidungsfindung in freier Aussprache der hier versammelten geistlichen und weltlichen Stände war für damalige Zeit revolutionär. Philipp begründete damit ein Prinzip, das noch heute in der Evangelischen Kirche die organisatorische Grundlage bildet.
Aus Anlass des Jubiläums lädt die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Mühltal zu einem kirchengeschichtlichen Vortrag von Gernot Scior ein. Im Zentrum stehen die politischen Ereignisse, die maßgeblich den Verlauf der Reformation beeinflussten, sowie der Sinneswandel des Landgrafen. Die Entschlossenheit, mit der Philipp die Einführung der Reformation vorantrieb, zeigt sich beispielhaft in seinem Vorgehen in Darmstadt, Bessungen und Nieder-Ramstadt.
Der Vortrag findet statt in der Ev. Ortskirche in Nieder-Ramstadt am Samstag, den 7. November 2026. Beginn: 16 Uhr. Eintritt: frei.
Gernot Scior